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Dr. Albrecht Paschke ( apa@uoe.ufz.de)
UFZ-Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle, Sektion Chemische Ökotoxikologie, Permoserstr. 15, D-04318 Leipzig:

Vergleich von 24h- und Langzeit-pHstat-Elutionstest zur 
Schwermetall-Mobilisierung aus Feststoffen

Referat, Fachgespräch Feststoffuntersuchung 2000, BEW Essen 6.-7. April 2000

Auszüge aus dem Referat:

Einleitung
Der pHstat-Schütteltest nach Obermann und Cremer etabliert sich zunehmend als neues, aussagekräftiges Verfahren zur Bewertung von Abfallmaterialien [2][3][4] und wird auch bei Untersuchungen von Böden [5][6][7], Sedimenten und Klärschlämmen [8][9][10] eingesetzt. Schon die Entwickler des pHstat-Verfahrens stellten anhand einiger Vorversuche fest, daß es auf Grund des dynamischen Auslaugverhaltens umweltrelevanter Schwermetalle schwierig ist, eine geeignete Zeitdauer der Elution festzulegen. Aus Gründen der Praktikabilität und in Anlehnung an das DEV S4 (DIN 38414-Teil 4) wurde 24 h als übliche Testdauer festgesetzt.
Gegenstand unserer Arbeit war es, durch einen Vergleich von 24h- und Langzeit-pHstat-Versuchen herauszufinden, ob die Ergebnisse nach 24 h für eine Langzeit-Prognose der Pufferkapazität und Schwermetallfreisetzung genutzt werden können. In zusätzlichen Ansätzen wurden außerdem der Einfluß der Versuchsparameter Schüttelfrequenz und Elutionsdauer auf die Säureneutralisationskapazität getestet.
Schlußfolgerungen
Der Vergleich der Ergebnisse aus 24 h- und Langzeit-pHstat-Elutionstests mit sehr unterschiedlichen Feststoffen zeigt die Grenzen der Vorhersage der nach längeren (geologischen) Zeiträumen pei pH = 4 zu erwartenden Schwermetall-Mobilisierung allein durch die Hochrechnung der Elutionsausbeuten des 24 h-Tests mit dem ANC-Verhältnis ANCLC/ANC24.Unsere Versuche belegen auch, daß Elementspezifik und Matrixeinflüsse bei der Betrachtung der Elutionskinetik der Schwermetalle eine wesentliche Rolle spielen.
Die zusätzlichen Experimente unter Variation von Schüttelfrequenz und Elutionsdauer zeigen den dominierenden Einfluß der ersteren und die Notwendigkeit einer Optimierung der pHstat-Methode, bevor sie in die Regularien Eingang finden kann.


Die komplette Untersuchung ist veröffentlicht unter:
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